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Business Central Version 29.0 – Alle Neuerungen der 2026 Release Wave 2 im Überblick

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Mit Business Central 29.0 startet Microsoft Dynamics 365 Business Central in die 2026 Release Wave 2. Das Update erweitert unter anderem die Arbeit mit KI-Agenten, die Gestaltung von Geschäftsdokumenten sowie verschiedene Abläufe in Einkauf, Lager und Produktion.

Auch für Administratoren und Entwickler gibt es zahlreiche Änderungen. Dabei geht es beispielsweise um die Verwaltung von Berechtigungen, automatisierte Tests und die Analyse von Leistungsproblemen.

In diesem Beitrag wird aufgezeigt, welche neuen und überarbeiteten Funktionen Microsoft für Version 29.0 aufführt und welche Punkte bei der Einführung berücksichtigt werden sollten.

Inhaltsverzeichnis

Welche Funktionen sind bereits verfügbar?

Bei der Betrachtung der Neuerungen muss zwischen zwei Veröffentlichungsständen unterschieden werden:

  • Allgemein verfügbar: Microsoft führt die Funktion als regulär verfügbar auf.
  • Öffentliche Vorschau: Die Funktion befindet sich noch in einer öffentlich zugänglichen Vorschau und kann sich weiter verändern.

Allgemeine Verfügbarkeit bedeutet dabei nicht automatisch, dass eine Funktion ohne weitere Einrichtung in jeder Umgebung genutzt werden kann. Je nach Funktion sind beispielsweise eine Aktivierung, passende Berechtigungen oder zusätzliche Voraussetzungen notwendig.

Copilot und KI-Agenten

KI-Agenten übernehmen zunehmend Aufgaben innerhalb der Geschäftsprozesse. Für Anwender ist dabei besonders wichtig, die Ergebnisse prüfen und bei Bedarf eingreifen zu können.

Neue Copilot-Chatoberfläche

Microsoft führt eine neue Microsoft-Copilot-Chatoberfläche als öffentliche Vorschau auf. Dieser Punkt sollte daher bei der Bewertung des Updates von den bereits allgemein verfügbaren Agentenfunktionen getrennt betrachtet werden.

Erweiterungen für die Arbeit mit Agenten

Zusätzlich nennt Microsoft folgende Verbesserungen:

  • Bestellabgleich im Payables Agent: Die Zuordnung zu Einkaufsbestellungen wird verbessert.
  • Agentenberechtigungen: Die Verwaltung wird vereinfacht.
  • Zentraler Aufgabenbereich: Aufgaben aller Agenten lassen sich in einem dafür vorgesehenen Bereich verwalten.
  • Prüfung direkt auf der Seite: Von Agenten erzeugte Inhalte können unmittelbar auf den betreffenden Seiten überprüft werden.
  • Datenabfragen über den MCP-Server: Die Abfragemöglichkeiten werden erweitert.
  • Avatare in Listen: Ersteller und Bearbeiter von Datensätzen können mit einem Avatar angezeigt werden.
  • Überarbeitete Agentenoberfläche: Microsoft aktualisiert die Benutzeroberfläche für die Zusammenarbeit mit Agenten.

Gerade die Prüfung direkt auf einer Belegseite ist im Tagesgeschäft interessant. Anwender können Vorschläge im Zusammenhang mit dem eigentlichen Dokument beurteilen. Damit sollte bei der Einführung auch festgelegt werden, wer Agentenergebnisse prüft und wer die Konfiguration der Agenten verwalten darf.

Bedienung im Webclient

Neben den größeren Erweiterungen enthält Version 29.0 vier Verbesserungen für die tägliche Arbeit:

  • Prüfhinweise zu Agentenaktionen in Listen
  • Bildvorschau direkt im Webclient
  • Zuletzt gesuchte Inhalte in „Tell Me“
  • Zuletzt verwendete Einträge in Auswahllisten

Solche Änderungen wirken zunächst überschaubar. Werden dieselben Seiten und Stammdaten jedoch regelmäßig verwendet, können kürzere Such- und Auswahlwege im Arbeitsalltag hilfreich sein.

Berichte, Beleglayouts und Datenanalyse

Ein umfangreicher Teil des Updates betrifft Berichte. Dabei sollte zwischen der Gestaltung von Geschäftsdokumenten und der fachlichen Auswertung von Daten unterschieden werden.

Geschäftsdokumente einheitlicher gestalten

Microsoft nennt sieben zusammengehörige Erweiterungen:

  • Berichtsthemen für Geschäftsdokumente: Die Gestaltung kann über wiederverwendbare Designvorgaben vereinheitlicht werden.
  • Wiederverwendbare Kopf- und Fußzeilen: Diese Bestandteile können für mehrere Belegberichte genutzt werden.
  • Beleggestaltung mit dem aktualisierten Word-Add-in
  • Erstellung von Berichtsthemen mit dem aktualisierten Word-Add-in
  • Erstellung von Kopf- und Fußzeilen mit dem aktualisierten Word-Add-in
  • Bedingte Sichtbarkeit im aktualisierten Word-Add-in
  • Verwaltung des Lebenszyklus von Berichtslayouts

Der grundsätzliche Ansatz ist, wiederkehrende Gestaltungselemente getrennt vom eigentlichen Beleginhalt zu pflegen. Ein Word-Layout kann hierfür aus einem belegbezogenen Hauptteil, einem Design sowie Kopf- und Fußzeilen zusammengesetzt werden.

Für Unternehmen mit mehreren Geschäftsdokumenten ist diese Trennung besonders interessant. Schriftarten, Farben oder wiederkehrende Informationen müssen dadurch nicht für jedes geeignete Layout unabhängig gepflegt werden.

Über die bedingte Sichtbarkeit können beispielsweise leere Inhalte ausgeblendet werden. Die Microsoft-Dokumentation nennt hierfür unter anderem Felder, Tabellen, Tabellenzeilen und Tabellenspalten.

Wichtig: Die neue „Document Report Experience“ ist standardmäßig deaktiviert. Die entsprechenden Möglichkeiten sollten daher gezielt eingerichtet und mit den verwendeten Belegen getestet werden.

Weitere Grundlagen zu den Layoutarten sind im Beitrag Berichtslayouts in Microsoft Dynamics 365 Business Central anpassen – Word oder RDLC? beschrieben.

Berichtsausgabe und Datenanalyse

Drei weitere Neuerungen betreffen die Nutzung der Berichte und Analysen:

  • Berichtsausgaben automatisieren
  • Listenansichten und Analyseregister als Lesezeichen speichern
  • Komplexität der Berichtsdatasets reduzieren

Ein Lesezeichen für eine gespeicherte Listenansicht ermöglicht beispielsweise den direkten Aufruf dieser Ansicht über das Rollencenter. Für regelmäßig benötigte Auswertungen lohnt es sich daher, die bisherige Navigation zu überprüfen.

Finanzberichte und Nachvollziehbarkeit

Für Finanzberichte und die Datenanalyse führt Microsoft zusätzlich vier Änderungen auf:

  • Änderungen an Finanzberichten werden immer protokolliert.
  • Mehrere Finanzberichte können gemeinsam als eine PDF-Datei ausgegeben werden.
  • Die Verwendung von Sachkonten in Finanzberichten lässt sich nachverfolgen.
  • Systemfelder zur Erstellung und Änderung können im Analysemodus und in Profilen genutzt werden.

Die automatische Änderungsprotokollierung ist insbesondere dann hilfreich, wenn sich der Aufbau einer Auswertung verändert hat. Laut Microsoft muss die Protokollierung der Finanzberichtsdefinitionen ab dieser Version nicht mehr gesondert eingerichtet werden.

Einkauf, Lager und Produktion

Für diese Bereiche enthält die Übersicht sechs allgemein verfügbare Erweiterungen:

  • Fremdarbeitsanweisungen in Einkaufsbestellungen übernehmen
  • Direkte Umlagerungsaufträge von Lagerorten mit Lagerfunktionen buchen
  • Manuelle Arbeit bei Qualitätstests und Inspektionen reduzieren
  • Fremdarbeit einfacher einrichten und kennenlernen
  • Lagereinlagerungen und Lagerkommissionierungen für Fremdarbeit verwenden
  • Effizienter mit Fertigungsbelegen und Kapazitätskalendern arbeiten

Fremdarbeit stärker in den Ablauf einbinden

Bei Fremdarbeit wird ein Arbeitsschritt der Produktion an einen externen Dienstleister vergeben. Neben der eigentlichen Bestellung müssen dabei auch die benötigten Komponenten und Informationen berücksichtigt werden.

Die Neuerungen betreffen deshalb sowohl die Einrichtung als auch die operative Verarbeitung. Insbesondere die Übernahme von Anweisungen in die Bestellung ist für einen durchgängigen Informationsfluss interessant.

Microsoft beschreibt in der Einrichtung unter anderem wiederverwendbare Hinweise an Standardaufgaben oder Arbeitsplanzeilen. Für die Nutzung der beschriebenen Fremdarbeitsfunktionen muss die entsprechende Erweiterung installiert sein.

Lagerprozesse und Qualitätsprüfungen prüfen

Für Unternehmen mit Lagerfunktionen lohnt sich ein Blick auf die direkten Umlagerungen und die Lagerbelege im Qualitätsprüfungsprozess. Auch die Verringerung manueller Arbeit bei Qualitätstests und Inspektionen ist ein eigener Erweiterungspunkt. Hier sollte anhand der tatsächlich eingerichteten Prüfabläufe bewertet werden, welche Arbeitsschritte sich vereinfachen lassen.

Die Grundlagen zum Qualitätsmanagement sind bereits im Beitrag Qualitätsmanagement – Das QS Tool von Microsoft  beschrieben.

Shopify-Anbindung

Der Shopify-Connector erhält fünf Erweiterungen:

  • Erstellung von Verkaufsbelegen für Bestellungen und Retouren steuern
  • Shopify-Verbindungen aktuell halten
  • B2B-Unternehmen, Kataloge und Preise verwalten
  • Bestelländerungen, Umtausch und Erstattungen verarbeiten
  • Zolltarifnummern und Ursprungsangaben synchronisieren

Für die Praxis ist besonders relevant, welche Belegart Business Central aus einem Shopvorgang erzeugt. Die Entscheidung sollte zum nachfolgenden Lager- und Buchungsprozess passen.

Die Microsoft-Dokumentation beschreibt beispielsweise, dass Retouren je nach Einrichtung als Verkaufsgutschrift oder Verkaufsreklamation verarbeitet werden können. Für Lagerorte mit gesteuerter Einlagerung und Kommissionierung ist die Belegwahl deshalb ein wichtiger Einrichtungspunkt.

Auch Zolltarifnummern und Ursprungsangaben sollten vor der Synchronisierung vollständig und abgestimmt gepflegt werden.

Spesenverwaltung mit dem Expense Agent

Für den Expense Agent nennt Microsoft sieben Erweiterungen. Alle sieben werden in der Übersicht zu Version 29.0 als öffentliche Vorschau geführt.

Hierzu gehören:

  • Zeiträume und Fahrzeugtypen bei der Kilometerberechnung
  • KI-gestützte Genehmigungen
  • Mehrwertsteuerberechnung und Auswertung auf Grundlage von Spesenabrechnungen
  • Automatische Quellensteuerberechnung in Spesenabrechnungen
  • Verbesserte Vermeidung doppelter Erfassungen
  • Weitere Länder und Sprachen
  • Beschränkung auf zugewiesene Projekte in der Web-App

Der Expense Agent unterstützt die Verarbeitung eingereichter Belege. Die Dokumentation beschreibt unter anderem das Auslesen von Belegdaten, die Kategorisierung und die Zusammenfassung zu Spesenabrechnungen. Für die Einführung sollten deshalb nicht nur die Belegerkennung, sondern auch die Genehmigung und die buchhalterische Verarbeitung betrachtet werden.

Bei den vorgeschlagenen Vorsteuerbeträgen bleibt eine fachliche Prüfung erforderlich. Microsoft sieht hierfür eine Kontrolle und Entscheidung durch die Buchhaltung vor. Die Erweiterung auf weitere Länder und Sprachen bedeutet außerdem nicht automatisch, dass jede Kombination bereits unterstützt wird. Die konkrete Verfügbarkeit sollte vor der Einführung geprüft werden.

Finanzbuchhaltung

Im Finanzbereich enthält die Übersicht drei weitere Funktionen. Auch diese werden als öffentliche Vorschau geführt:

  • Mehrere Verbrauchsteuern je Artikel berechnen
  • Quellensteuer bei Mitarbeitertransaktionen verwenden
  • Lieferantenspezifische Nummernserien für Rechnungen im Gutschriftverfahren verwenden

Mit dem Gutschriftverfahren ist hier „Self-Billing“ gemeint: Der Leistungsempfänger erstellt die Abrechnung für die Leistung des Lieferanten. Das sollte sprachlich von einer gewöhnlichen Gutschrift zur Korrektur einer Rechnung unterschieden werden.

Für Unternehmen ist zunächst zu klären, ob einer dieser Anwendungsfälle überhaupt Bestandteil der eigenen Prozesse ist. Anschließend können die passende Lokalisierung und die konkrete Einrichtung betrachtet werden.

Elektronische Belege und EDI

Für elektronische Belege nennt Microsoft den Austausch von EDI-Dokumenten als öffentliche Vorschau.

EDI steht für den elektronischen Austausch strukturierter Geschäftsdaten zwischen Systemen.

Für ein Einführungsprojekt sollten zunächst die betroffenen Geschäftspartner, Belegarten und Austauschverfahren festgelegt werden. Erst daraus ergibt sich, welche Einrichtung und welche Anbindung tatsächlich benötigt werden.

Power Platform und Dataverse

Im Bereich Power Platform führt Microsoft eine Erweiterung zur Zuordnung neuer Dataverse-Felder in Business Central auf.

Bei einer Synchronisierung ist die Feldzuordnung entscheidend: Sie legt fest, welche Information aus dem einen System in welchem Feld des anderen Systems verarbeitet wird. Für bestehende Integrationen ist dies ein Anlass, die tatsächlich benötigten Datenfelder und ihre Zuordnung zu überprüfen.

Nachhaltigkeitsmanagement

Das Nachhaltigkeitsmanagement wird um sechs Funktionen erweitert:

  • CO₂-Fußabdruck im Servicemanagement ermitteln
  • Nachhaltigkeitsposten durch eine Stornotransaktion rückgängig machen
  • CO₂-Fußabdruck für Anlagen verfolgen
  • CO₂-Fußabdruck über Artikel-Buchblätter und Artikel-Umlagerungsbuchblätter verfolgen
  • Emissionen in Einkaufsbelegen über Formeln berechnen
  • Die spezifische Berechnungsmethode zusammen mit der Artikelverfolgung verwenden

Damit werden weitere Geschäftsvorfälle in die Erfassung und Verarbeitung von Emissionswerten einbezogen.

Die spezifische Methode ist beispielsweise für die Betrachtung einzelner Chargen interessant. Microsoft beschreibt, dass Emissionswerte dabei aus dem zugeordneten eingehenden Artikelposten in nachfolgende Vorgänge übernommen werden.

Für die Einführung sollten die benötigten Ausgangsdaten und Berechnungsverfahren vorab abgestimmt werden. Eine zusätzliche Erfassungsmöglichkeit ist nur dann hilfreich, wenn die zugrunde liegenden Werte nachvollziehbar gepflegt werden.

Administration und Plattform

Für Administratoren nennt Microsoft zwei Neuerungen:

  • SIFT-Indizes aktivieren und deaktivieren
  • Die Verwendung von „In Excel öffnen“ über Telemetrie auswerten

SIFT-Indizes unterstützen die Berechnung von Summen. Änderungen an der Indexkonfiguration sollten deshalb im Zusammenhang mit den tatsächlich verwendeten Auswertungen und der Systemleistung betrachtet werden.

Die Telemetrie zur Excel-Ausgabe kann wiederum helfen, die Nutzung dieser Funktion zu untersuchen. Zusätzlich führt Microsoft eine Plattformverbesserung auf: Ein verbessertes Datenmodell für Tabellenerweiterungen soll das Laden von Daten beschleunigen.

Wie stark sich eine solche Änderung in einer konkreten Umgebung auswirkt, sollte anhand der dort verwendeten Erweiterungen und Datenmengen bewertet werden.

Neuerungen für Entwickler

Version 29.0 enthält 22 Funktionseinträge für die Entwicklung. Für Anwender sind diese häufig nicht unmittelbar sichtbar. Sie betreffen jedoch die Erstellung, Prüfung und Wartung von Erweiterungen.

AL-Sprache und Erweiterungsarchitektur

Microsoft nennt folgende Änderungen:

  • Anwendungslinks über ModuleInfo abrufen
  • Tooltips an Aktionen von Seiten und Berichten erben
  • Indizes über AL-Code aktivieren und deaktivieren
  • Zugriffs- und Debugginggrenzen von AL-Apps überprüfen
  • Datensätze auf noch nicht gespeicherte Änderungen prüfen
  • Indizes über Felder einer Basistabelle und ihrer eigenen Tabellenerweiterung definieren
  • AL-Schnittstellen durch Standardimplementierungen erweitern
  • Klarere Hinweise zum Aufbau von AL-Objekten erhalten
  • Globale Symbolauflösung auf eine Minor-Version begrenzen
  • Gleichnamige Objekte in unterschiedlichen Namespaces übersetzen

Die Standardimplementierungen für Schnittstellen sind insbesondere für die Weiterentwicklung vorhandener Erweiterungen interessant. Neue optionale Methoden können ein Standardverhalten bereitstellen, ohne dass jede bestehende implementierende Codeunit sofort angepasst werden muss.

Bei den gemischten Indizes ist die Grenze wichtig: Die Dokumentation erlaubt die Kombination von Feldern der Basistabelle und der eigenen Tabellenerweiterung. Felder einer anderen Tabellenerweiterung können dadurch nicht beliebig einbezogen werden.

KI-Unterstützung und Entwicklungswerkzeuge

Acht weitere Erweiterungen betreffen die Unterstützung durch Werkzeuge und KI-Agenten:

  • AL-MCP-Arbeitsbereiche dynamisch konfigurieren
  • Aufgezeichnete Fehler mit einem KI-Agenten untersuchen
  • AL-MCP-Aktivitäten über Dateiprotokolle analysieren
  • Objekte in verbundenen Business-Central-Umgebungen finden
  • Freie AL-Objekt-IDs durch Agenten ermitteln lassen
  • Langsame Sitzungen mit KI-Agenten profilieren
  • Einrichtung und Authentifizierung der AL-Erweiterung in Visual Studio Code vereinfachen
  • AL-Sprachintelligenz für KI-Agenten und andere Editoren verwenden

Hier sollte der AL-MCP-Server für die Entwicklung vom MCP-Zugriff auf Geschäftsdaten unterschieden werden. Die Entwicklungswerkzeuge unterstützen beispielsweise beim Bauen einer Erweiterung, bei der Symbolsuche oder bei der Auswertung von Compilerdiagnosen.

Tests und automatisierte Prüfungen

Vier weitere Punkte vervollständigen den Entwicklungsbereich:

  • Erweiterbare und datengetriebene AL-Tests
  • Allgemeine Verfügbarkeit von Page Scripting
  • AL-Tests über Kommandozeile und CI/CD ausführen
  • Compilerdiagnosen in automatisierten Builds nachverfolgen

Page Scripting dient dazu, Abläufe in der Oberfläche für Abnahmetests aufzuzeichnen und wiederzugeben.

Für Updateprojekte ist es daher sinnvoll, regelmäßig wiederkehrende Prüfabläufe zu identifizieren. Dazu gehören beispielsweise die im Unternehmen besonders wichtigen Erfassungs- und Buchungsprozesse.

Welche Funktionen werden mit Version 29 verpflichtend?

Neben den 80 Funktionseinträgen müssen die Änderungen in der Funktionsverwaltung berücksichtigt werden.

Microsoft führt sechs bisher optionale Funktionen auf, die mit Version 29 verpflichtend werden:

  • Die Verbrauchsmethode „Manuell“ ohne erforderliche Kommissionierung
  • Mehrwertsteuerabrechnungen je Aktivitätscode in der italienischen Lokalisierung
  • Standardwerte für Finanzberichte
  • Neue Kommunikationstexte für Mahnmethoden
  • Die Deaktivierung von SOAP-Webdiensten auf Microsoft-Oberflächenseiten
  • Die Unterstützung zur Maskierung sensibler Daten in der Oberfläche

Besonders bei vorhandenen Schnittstellen sollte geprüft werden, ob die SOAP-Änderung Auswirkungen hat. Gemeint sind hier die genannten Microsoft-Oberflächenseiten; daraus sollte keine pauschale Aussage über sämtliche SOAP-Schnittstellen abgeleitet werden.

Auch die Datenmaskierung sollte im richtigen Zusammenhang betrachtet werden: Eine veränderte Darstellung in der Oberfläche ersetzt keine fachlich passende Berechtigungsvergabe.

Zusätzlich werden zwei neue Funktionen in der Funktionsverwaltung aufgeführt:

  • Beschleunigte Abschreibung
  • Neue Belegberichtsfunktion – „New Document Report Experience“

Die weiterführende Microsoft-Dokumentation zur Funktionsverwaltung führt beide zunächst als standardmäßig deaktiviert auf.

Update auf Business Central Version 29.0 vorbereiten

Für eine bestehende Umgebung empfiehlt es sich, zunächst die tatsächlich betroffenen Prozesse auszuwählen.

Dabei sollten insbesondere folgende Fragen beantwortet werden:

  1. Welche neuen Funktionen bringen einen konkreten Nutzen für das Unternehmen?
  2. Welche Funktionen befinden sich noch in der öffentlichen Vorschau?
  3. Welche Einrichtungen und Berechtigungen müssen angepasst werden?
  4. Welche Beleglayouts und Schnittstellen sind betroffen?
  5. Welche Geschäftsprozesse sollen vor dem Produktivupdate getestet werden?

Für Business Central online nennt Microsoft einen Updatezeitraum, der im Februar 2027 endet. Der konkrete Termin sollte anhand der Benachrichtigung und der verfügbaren Planung im Admin Center festgelegt werden.

Bei lokalen Installationen ist außerdem der unterstützte Upgradepfad zu beachten. Nach der Übersicht müssen Installationen mit Version 24 oder älter zunächst auf Version 25 aktualisiert werden, bevor der Wechsel auf Version 29 erfolgen kann.

Zusätzlich weist Microsoft darauf hin, dass zuvor als veraltet gekennzeichnete Objekte aus der Basisanwendung entfernt wurden. Vorhandene Erweiterungen sollten deshalb rechtzeitig auf ihre Kompatibilität geprüft werden.

Quellen und weiterführende Informationen

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